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Ha, das altbekannte Bild, der Ball läuft gefällig durch die Reihen, der Gegner hechelt dem weitestgehend hinterher, schießt aber das entscheidende Tor. Ballbesitzfußball, schön anzusehen, aber unterm Strich eben brotlose Kunst. Dafür wechselt der Trainer heute schon mal früher, schon in der 50.min, das ist neu... Aber HALT! Seit wann spielen wir in Grün? Und warum steht der Trainer auf der Gegnerseite? Na, natürlich habe ichs nicht verwechselt, keine Sorge, das hat der unser EX-LAG Horst höchstpersönlich selbst erledigt und wuselte beim Einlaufen mal geschwinde in die falsche Richtung. Gewohnheitsmensch eben. Aber nicht nur deswegen war es schon ein gewaltiges DeschaWüDingsbums, das der Horst da auf der Waldau entfachte. Soll nicht despektierlich klingen, aber der Meister der Variation und Felxibilität ist er in der Tat nicht. Egal, obs funktioniert oder nicht, der zieht sein Ding durch. Fast wie derjenige, der zum x-ten Mal gegen die Wand rennt und sich die Birne einschlägt, denn irgendwann muss die Wand durch nachgeben. Gewohnheitsmensch eben. Egal, ich mag ihn trotzdem, sieht ja auch gut aus, unser, äh, deren Horschtle, aaaberrr - mir war der Tomislav gestern lieber. Das war nicht immer so, sollte aber unterm Strich mal nicht unerwähnt bleiben. Ich bin eben Erfolgsfan und da ist es mir zwischendurch gelinde gesagt scheißegal, wie der zustande kommt. Hauptsache die Blauen gewinnen. Punkt. Doppelpunkt. Ausrufezeichen. Smiley. Apropos 'unterm Strich': Trotz deutlich weniger Spielanteile hatten WIR ohne Horst mehr Torchancen als DIE mit. Kenner mr scho? Ja. Und da keimten nicht nur in mir urplötzlich einige ganz böse Gedanken auf: "Hey, Horschtle, grins net so, warschs net Du, der ons mit doh onda neigridda hat?" Kann man nicht von der Hand weisen, denn da ist durchaus was dran. Trotzdem: er hat uns ja auch eine Zeitlang eine Menge Spaß gemacht, der Kollege Steffen und zusammen mit Zeyer dem VfB viel Häme besorgt - was schön war, sich aber, und das nur so nebenbei - auch ganz nett gerächt hat. Nützt halt nichts, auf dem einmal eingeschlagenen Kuschelkurs in stiller oder lauter Selbstzufriedenheit zu verharren, denn dann holt einen die bittere Realität in der Regel schneller ein, als einem lieb ist. So geschehen eben auch im herrlichen Degerloch. Nun, inzwischen hat Zeyer und Stipic wieder für viele alles richtig gemacht und ... na, man kann unser rotes Balkanmopedle an der Seitenlinie mögen oder nicht, aber seine Einschätzung triffts wohl am Allerbesten: "Spieler und Trainer sind schnell vergessen ..." Und mit drei Punkten im Gepäck ist es letztendlich egal ob das Spiel ein "Krampfgekicke" war oder nicht oder ob Abruscia den Ball wirklich so ins Tor schießen wollte - oder "Eigentlich flanken wollte, aber er hat ihn nicht richtig getroffen." Ist doch egal. Drei Punkte, Platz 17, Wochenende gerettet. Denn, wie bereits das letzet Mal: "Jetzt wird net bruddelt, erscht wiader, wemmer verliared." - "On näxscht Woch, da lasser mr ons in Aschbach verhaua, noh kohsch widder ...." | |