|
War ich nicht motiviert, waren andere Dinge wichtiger, machte die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung? Man weiß es nicht genau. Fakt ist, ich habe mir in dieser Saison mehr Kickersspiele entgehen lassen (müssen?), als gewohnt, und das trotz Dauerkarte... und auch zum einen oder anderen Bruddelbericht hats mal wieder nicht gereicht. Seis drum... Gut, dass es im Gegensatz zu den Blauen auf dem Rasen hier kompetente Mitspieler gibt, die in die Bresche springen. Gut so.... Also, hier ist er - | |
|
Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande, vor allem wenn er unliebsame Botschaften verkündet. Als Sascha Benda vor geraumer Zeit in einer gleichermaßen verzweifelten wie spektakulären Aktion seiner Zukunftsprognose für die Blauen Ausdruck verlieh, kam es zunächst zu Handgreiflichkeiten und später wurde er mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Symptomatisch auch, dass dem Luca Toni vom Fernsehturm seine offensichtliche Resignation und Verzweiflung in der Vorrunde als Unlust ausgelegt wurde. Da fordert man von Spielern immer wieder intelligentes Agieren auf dem Platz ein, und wenn dann einer tatsächlich so clever ist, den peinlichen Zuspielen in der Spitze nicht mehr ohne Sinn und Verstand hinterher zuhecheln, dann ist es auch nicht recht. Da hätte die geballte Fachkompetenz in den Führungsetage die Zeichen der Zeit erkennen und reagieren müssen. Reagiert hat man ja, und dem verzweifelten Stürmer ein neues, besseres Team zur Seite gestellt. Das heißt zwar nun SG Eintracht Frankfurt II und kickt noch in Liga 4, aber unser Angelo hat jetzt sicher wieder mehr Spaß an seinem Sport. In Degerloch geht dagegen alles seinen gewohnten und vorbestimmten Gang. Ein verletzungsfreies Geradeauslaufen im Mittelfeld entlockt einem Aufsichtsratsmitglied schon mal ein ekstatisches Weltklasse!' und der Alibipass über 2 Meter zum doppelt abgeschirmten Mitspieler wird mit einem jauchzenden Sensationell!!!' bedacht. Mut hat man in dem Verein, das muss man Präsidium, Aufsichtsrat und Management lassen. Oder ist es einfach Sadismus, dass man einen Kader der bis auf wenige Ausnahmen allenfalls in Liga fünf positive Akzente setzen könnte in der dritten Profiliga zum Abschuss frei und dank der nicht zu verachtenden TV-Präsenz bundesweit der Lächerlichkeit preis gibt? Tradition schießt nun mal bekannter weise keine Tore, aber dafür weiß nun jeder, das was der eine verschürgt' vom anderen vergalmt' wird. Als ob ein Vorbeigang' und Schlabbinho' in der Vergangenheit nicht schon mahnend genug aufgezeigt hätten, dass es mehr Klasse benötigt, wenn man erfolgreich sein will. Klar, es wäre einfacher die nötigen Punkte einzufahren, wenn unsere Defensivkräfte beim Gegner aktiv wären. Oft sind sie es ja auch, allerdings vor dem falschen Tor. Wenn es schon der Gegner nicht auf die Reihe bringt, dann entdeckt plötzlich einer seine tiefe Verbundenheit zur anderen Farbe und schon gentnert' es im Kickers-Kasten. Ein Schelm wer Böses denkt, dass dies ausgerechnet im Zusammenspiel mit der Reserve eines Clubs passiert, in dessen Reihen nicht zum ersten Mal ein Gentner mitwirkte. Wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde mehr. Da hilft es dann auch nicht permanent an Leuten festzuhalten, die weder als Außenverteidiger noch im Mittelfeld mehr als blindes Gedeigendesche' veranstalten. Wenn schon die gesammelten Blamagen auf dem Platz nicht ausreichen, dann kann man wenigstens außerhalb Professionalität zeigen. Da präsentiert dann schon einmal einer stolz die Radlerhosen seines nächsten Arbeitgebers. Zumindest ist das fairer als gleich im Kickerstrikot auf der anderen Seite mitzuwirken. Jede Taube fliegt zu ihrem Napf und frisst um Kräfte aufzutanken bevor sie durchstartet. Die hat aber auch kein Spatzenhirn, wie man es bei einem vermuten könnte, der mit leerem Magen zum Training erscheint und dann auch prompt schlapp macht. Dem einen ist das Magenknurren des Nebenmanns noch nicht laut genug um die Anweisungen des Trainers zu überhören, also Kopfhörer auf. Anstatt sich mit räudigem Death Metal den nötigen Biss für das Spiel zu holen lullt er sich aber bestimmt mit einem schmachtenden Naidoo vollends ein oder lässt sich durch Fanta 4 und Fettes Brot zur stotternden Kreativität auf dem Platz inspirieren. Der andere lässt seine Sportsachen lieber gleich zu Hause. Das erinnert mich an die Wasserscheuen in der Grundschule, die zum Schwimmen im Sportunterricht zuverlässig ihre Badesachen zu Hause vergessen' haben. Oder ist das einfach das Signal an die Kammeraden: Ich spiel nicht mehr mit, weil ich es ohnehin nicht kann? Das wäre fast so clever, wie der Profi, der in weiser Voraussicht mit dem Zug nach Hause fährt, bevor der Trainer auf die Idee kommt ihm Bewegung zu verschaffen und ihn heimlaufen zu lassen. Man weiß ja auch, dass Busse äußerst ungesund sein können, kriegt doch ein Kollege jedesmal zwei Wochen die Grippe, wenn die Line 42 an ihm vorbeifährt. Da reibt man sich dann beim Blick auf die Tabelle schon verwundert die Augen, wo eigentlich die ganzen Tore und Punkte herkommen. Vielleicht wird die Qualität der dritten Liga doch überbewertet. Kann man es dem Trainer verübeln, dass er kurz nach Ostern und kurz bevor laut Aussage des Präsidenten die Saison beginnt, das sinkende Schiff verlässt? Da war doch mal was mit Frauen und Kinder zuerst" und der Kapitän geht als Letztes von Bord". Eigentlich nicht, wenn man sieht wie der Rest an Bord immer neue Löcher in den Rumpf schlägt, anstatt alles zur Rettung erforderliche zu tun. Wenigstens kann man unserem Präsidenten, der nicht der Totengräber des Vereins' sein wollte mehr Teamfähigkeit als seinem ungeliebten Vorgänger attestieren. Er hat schon eine schlagkräftige Truppe um sich versammelt, die ihm helfen das Grab der Kickers auszuheben. Vielleicht ist ja auch was an dem Gerücht dran, dass das Kickers-K ab der kommenden Saison durch ein L" ersetzt wird, und die drei Sterne dann für "Lampen, Luschen, Legionäre" stehen. Kämpfer, Könner, Kammeraden" haben sich auf Blauer Seite jedenfalls schon lange nicht mehr unter dem Fernsehturm blicken lassen. Würde das Ganze unten im Tal auf der anderen Seite des Flusses, knapp hinter der Stadtgrenze passieren, dann könnte man sich über das Ganze köstlich amüsieren, aber selbst den Lokalrivalen würde man irgendwann nur noch bemitleiden, wenn er so konsequent an die Wand gefahren wird. Die Essenz des bruddeln' ist es, selbst das kleinste Haar in der Suppe zu finden, nur wenn da gar keine Suppe mehr ist, dann wird auch das Bruddeln jeglicher Grundlage beraubt. Irgendwann ist auch einfach genug und man nimmt sich dann ein Beispiel am Euro-Eddy. Über Amateure bruddeln kann man auch in Holzgerlingen, Altdorf oder Hildritzhausen. Wenn es dann in ein paar Jahren für die Kickers im Ortsteilderby mal gegen Germania Degerloch geht, dann kann man ja aus alter Verbundenheit bei dem verblieben Häufchen Kickers-Anhänger vorbei schauen und ihnen davon erzählen, dass der Verein auch mal in der Bundesliga und im Pokalfinale war
irgendwann im letzten Jahrhundert. | |
|
Nachtrag von mir wieder: Mittwoch, 15. April, Oberheinriet, Kreis Heilbronn, Küche. Personen: Der Waldaubruddler on sei Frau.... -Handy klingelt, sms mit dem 1-0 kommt..... Er: "Au, das tut mir aber mal gut...." Sie:" Du machst den Eindruck, als wärs Dir fast schon egal.." Er: "Ach weißt Du, jetzt kassieren sie eh gleich das 1-1..... 2 min. später... Handy klingelt..sms kommt..... Noch weitere Kommentare gefällig.....? | |